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By Thorsten Bonacker

Für diese drei inhaltlichen Schwerpunkte wurde jeweils eine einfohrende Darstellung mit Quellentexten für ein vertiefendes Studium erarbeitet, das hiermit als dreibändiges Werk vorgestellt wird (Band 1 und 2 im Jahr 1996, Band three im Jahr 1997). Der vorliegende zweite Band vermittelt einen Überblick über die wichtigsten sozialwissenschaftlichen Konflikttheorien im weiteren Sinne. Der Autor, Thorsten Bonacker, diskutiert die Theorien in einem historischen und inhaltlichen Zusammenhang. Angestrebt wird weder eine eigene neue Konflikttheorie noch die Entwicklung meta-theoretischer Kriterien, die ei­ ner Theorieentwicklung vorausgehen könnten oder sollten. Beabsichtigt ist vielmehr die Vermittlung der vielfältigen Ansatzpunkte und Möglichkeiten konflikttheoretischen Denkens. Dazu stellt Thorsten Bonacker zunächst konflikttheoretische Ansätze von Autoren der politischen Philosophie und politischen Ökonomie dar, geht danach auf den anthropologischen Diskurs über Aggression ein, um dann zur klassischen soziologischen Konflikt­ theorie zu kommen. Die weitere Ausdifferenzierung des konflikttheoreti­ sehen Denkens erläutert er anhand feministischer Theorien über den Geschlechterkonflikt, mittels der Rekonstruktion des konflikttheoretischen Gehalts von verschiedenen Theorien der internationalen Beziehungen, in der Auseinandersetzung mit sogenannten analytischen Konflikttheorien und schließlich am Beispiel der Thematisierung von sozialen Konflikten in neu­ eren gesellschaftstheoretischen Entwürfen. Dabei wird nicht nur die Breite der entwickelten Konfliktbegriffe deutlich, sondern auch die unterschied­ liche Reichweite der Konfliktkonzeptionen. Neben der Darstellung und Diskussion der Konflikttheorien selbst enthält der Band einen ausführlichen Readerteil zur Vertiefung mit Originaltexten der behandelten Autorinnen und Autoren. Literaturhinweise zu den einzel­ nen Kapiteln mit weiterführenden Titeln runden die Veröffentlichung ab.

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Schmalenbachs Dynamische Bilanz: Darstellung, Kritik und Antikritik

Schmalenbachs "Dynamische Bilanz" erlebte Ende des Jahres 1953 ihre eleven. Auf­ lage, und das obwohl - oder vielleicht gerade weil - es sich bei ihr um das wohl umstrittenste betriebswirtschaftliche Buch überhaupt handelt. Der Umfang der Kritik an diesem Buch stellt wirklich, wie Schmalenbach einmal schreibt, einen Rekord dar.

Normensetzung für die Rechnungslegung: Bisherige Ausgestaltung und mögliche Fortentwicklung in Deutschland

Durch die Bemühungen um eine internationale Harmonisierung der Rechnungslegung wächst der Einfluß der US-amerikanischen Vorschriften und der Normen des foreign Accounting criteria Committee auf die Erstellung von Konzernabschlüssen deutscher Unternehmen. Karin Breidenbach untersucht, ob und inwiefern der deutsche Normensetzungsprozeß für die Rechnungslegung geändert werden sollte, um die Anwendung der genannten Normen zu ermöglichen und den Einfluß der betroffenen Gruppen zu verbessern.

Die „Fivelgoer“ Handschrift

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Konomischer Widerspruch und politischer Klassenkampf: Karl Marx und Friedrich Engels Für die Tradition der soziologischen Konflikttheorie ist Karl Marx (18181883) der erste Theoretiker, der den Konflikt radikal als sozialen Konflikt denkt und ihn nicht auf natürliche Substanzen, sei es auf das konfligierende Prinzip des Lebens - wie Nietzsche - oder auf einen spezifischen Trieb des Menschen, zurückführt, auch wenn die Marxsche Theorie ebenso auf anthropologischen Prämissen beruht, wie die bereits eingefiihrten.

S. 80-127. Mitscherlich, Alexander; Mitscherlich, Margarete: Die Unfahigkeit zu trauern. München 1977. , Peter: Aggression zwischen Dissozialität lllld Interpersonalität. In: Aggression lllld Gewalt. Anthropologisch-sozialwissenschaftliche Beiträge. Hrsg. von Alfred Schöpf. Würzburg 1985. S. 85-120. ): Aggression lllld Gewalt. Anthropologisch-sozialwissenschaftliche Beiträge. Würzburg 1985. Selg, Herbert: Psychologie der Aggressivität. a. 1988. Social Psychology of Intergroup Conflict: Theory, Research and Applications.

50 Schließlich konstatiert die Ethologie drittens noch Hemmungen des Ausbruchs menschlicher Aggressivität, so zum Beispiel durch gewisse angeborene Werthaltungen, wie die Tötungshemmung eines anderen Menschen, und durch den Einfluß der kulturellen und sozialen Umwelt. 5 I 48 Sieben Ziele werden in ethologischen Aggressionstheorien genannt: Der Kampf um den nötigen Raum bzw. die Verteidigung des gewonnen Raumes, der Kampf um Nahrung, der Kampfum die soziale Rangordnung, der Kampf mit gleichgeschlechtlichen Gegnern um den Geschlechtspartner, den Kampf um Selbsterhaltung gegen potentielle oder reale Feinde, den Einsatz aggressiven Verhaltens zum Erkennen oder Erreichen gewisser Handlungsfreiheiten und die erzieherische und norrnerhaltende Aggression.

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