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By Dr. Ernst Joël, Dr. F. Fränkel (auth.)

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Nden total zu verbrennen. Ein Teil des Traubenzuckers werde bis zur Glykuronsäure zersetzt und diese dann mit Phenol gepaart ausgeschieden. Wohlgemuth stützt sich dabei auf Versuche von HoppeSeyler, Araki und Zillesen , die am cocainvergifteten Hunde Glykosurie nachgewiesen haben. Auch in der ausländischen Literatur finden sich entsprechende Versuchsergebnisse. Maestro fand bei Kaninchen unter Cocain neben Verminderung der Diurese und der Harnstoffausscheidung ebenfalls eine Vermehrung der reduzierenden Substanzen; Bonanni eine an der Schwefelausscheidung gemessene Herabsetzung der Oxydation in den Geweben.

Ininjektionen handelte, haben wir nie kleine, derbe Infiltrate oder pigmentierte Stellen als Residuen dieser Spritzen vermißt. Häoafig sahen wir an den Händen der Cocainisten kleine Brand- oder Verletzungsnarben, die anamnestio;ch mit der Totalanalgesie des Rausches in Beziehung gebracht wurden. senlöcher aus ein Erysipel entstehen. Ein Symptom von außerordentlichcr Prägnanz und fast absolutem diagnostischem Wert sind die Schleimhaut- und Knorpelveränderungen der Nase, die ja erst im großen Umfang zur ärztlichen Kenntnis gelangen konnten, seitdem die Prise die übliche Applikationsart geworden ist.

Droht der Strom der Rede zu versiegen, wird er mit neuen Dosen angeregt, und daß Nächte so durchgeplaudert werden, gehört zu typischen Berichten der Cocainisten. Gedämpftes Licht, Kerzenschein und Verkleidungen aller Art sind die theatralischen Formen, die in diesem Zustand gern angenommen werden. Natürlich ist die Umsetzung in Worte nicht der einzige Abflußweg der psychomotorischen Erregung. Schlagen und Schreien, heftiges Gestikulieren, Freude am Tanz, zweckloses Umhergehen, kurz eine vielfältige motorische Lebhaftigkeit gibt einer Gesellschaft von Cocainisten ein Gepräge, das sie äußerlich mit Alkoholisierten leicht verwechseln läßt.

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