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By Wolfgang Stegmüller (auth.)

Die vorliegende Arbeit wurde zu dem Zwecke abgefaßt, eine Einführung in die reine oder nichtempirische Semantik zu geben, die sich in den letzten Jahren zu einem eigenen Forschungszweig entwickelt hat. Immer mehr dringt in der Philosophie der Gegenwart die Erkenntnis durch, daß philosophische Untersuchungen zu einem guten Teil sprachlogischer und sprachkritischer artwork sein müssen, und im Rahmen solcher Untersuchungen nehmen jene der Semantik eine zentrale Stellung ein. Während die Logikkalküle nur mit der traditionellen formalen Logik in einem gewissen historischen Zusammenhang stehen, ist der Kontakt zwischen der Semantik und den althergebrachten philosophischen professional­ blemen ein viel engerer. Dort steht bloß der Begriff der logischen Deduk­ tion im Vordergrund, hier hingegen der wichtigste Begriff der Erkenntnis­ theorie, nämlich der Begriff des wahren Urteils bzw. der wahren Aussage. 'Ober die Bedeutung einer Explikation des Wahrheitsbegriffs braucht guy wohl kaum Worte zu verlieren angesichts der Tatsache, daß unser ganzes Erkenntnisstreben darauf abzielt, zu wahren Urteilen oder Sätzen zu gelangen. Eine Beantwortung der Frage, was once guy unter einem t.oiihren Urteil bzw. einer wahren A'U88age zu verstehen habe, wird nicht innerhalb der Einzelwissenschaften gegeben, sondern ist seit jeher dem Philosophen überlassen worden.

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Die „Fivelgoer“ Handschrift

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Unsere Aussage lautet dann14 : (5) Das Ergebnis der Einsetzung der Anführung von "das Ergebnis l t Diese Fassung der WahrheitBantinomie ist eine Nachzeichnung der Aussage, die GÖDEL für sein berühmtes Unentscheidbarkeitstheorem ver· wendet hat. GÖDEL konstruierte einen Satz, der "seine eigene Unbeweisbar· keit" behauptet; genauer genommen geschah das Folgende: es wurde eine Aussage konstruiert, welche besagte, daß eine so und so konstruierbare Aussage nicht beweisbar sei; Befolgung der Konstruktionsanweisung führt zu der Erkennt,nis, daß diese Aussage die eben aufgestellte Behauptung ist.

80, Anm. 11. Der Begriff der Paradoxie 31 (3) Es ist nicht wahr, daß der Satz "jeder Satz ist nicht selbstanwendbar" nicht selbstanwendbar ist, oder, was damit äquivalent ist: (4) Der Satz "jeder Satz ist nicht selbstanwendbar" ist selbstanwendbar . Wieder haben wir das Gegenteil der Voraussetzung erhalten. Daß das Wort "selbstanwendbar" hier vorkommt, ist natürlich ganz unwesentlich und ist nicht etwa ein Hinweis auf eine versteckte "Selbstrückbezüglichkeit" von (1) auf sich selbst; wir hätten ja eine ganz andere Bezeichnung dafür wählen können.

Den Ausdruck "heterologisch" ("Het") definieren wir dann so: "Het" bezeichnet die Eigenschaft eines syntaktischen Prädikatausdruckes X, daß X nicht selbstanwendbar ist. Anders ausgedrückt: (1) Het kommt dem syntaktischen Prädikatausdruck X dann und nur dann zu, wenn X nicht selbstanwendbar ist. Wir machen nun die Feststellung: "Het" ist ein syntaktischer Prädikatausdruck. Daraus ergibt sich durch Einsetzung in (1): (2) Het kommt dem "Het" dann und nur dann zu, wenn "Het" nicht selbstanwendbar ist.

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