Download Berlin, 1. Mai 2002: Politische Demonstrationsrituale by Dieter Rucht (auth.), Dieter Rucht (eds.) PDF

By Dieter Rucht (auth.), Dieter Rucht (eds.)

Die politischen Demonstrationen am 1. Mai in Berlin waren und sind in vieler Hinsicht ungewöhnlich- angefangen vom "Blumenmai" des Jahres 1929 über den Nazi-Aufmarsch 1933 und die rivalisierenden Kundgebungen in Ost- und Westberlin in den Nachkriegsjahrzehnten bis hin zu den konkurrierenden Veranstaltungen von Gewerkschaften, PDS, linksradikalen Gruppen und NPD in den vergangenen Jahren. Am Beispiel des 1. Mai 2002 wird dieses komplexe Demonstrationsgeschehen in Berlin in seinenTraditionslinien, seinen Inszenierungen und seiner Sinngebung durch die beteiligten Akteure beschrieben und interpretiert. Gegenstand der Analysen ist auch die Behandlung der Proteste durch Polizei und Justiz sowie die Resonanz der Ereignisse in den Printmedien und Fernsehnachrichten.

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000 tiberschritten hatten. Danach lagen die Zahlen we it darunter. 000 Menschen erreicht. Diese Auszehrung ist wohl auch ein Grund, warurn die Veranstalter dazu neigen, die Teilnehmerzahlen zu tibertreiben und sich gelegentlich tiber tatsachlich oder vermeintlich zu geringe Schatzungen beklagen. Es sei noch einmal daran erinnert, dass am 1. 000 Teilnehmern zu be- 44 Dieter Rueht haupten. 19 Die Bedeutung von Teilnehmerzahlen wird auch daran deutlich, dass in der Vergangenheit die Gewerkschaften mehrfach der Presse und Polizeistellen vorgeworfen hatten, sie wtirden bewusst zu niedrig angesetzte Zahlen in Umlauf setzen und damit die Bedeutung der Veranstaltung schmalern wollen.

Die Frauen skandieren dazu: "Unsere Opfer in die deutsche Presse". Zimmerleute in Tracht im Demonstrationszug (Foto: Dieter Rucht) Die Veranstaltung vor dem Roten Rathaus Nach einigem Vorgeplankel nimmt die gewerkschaftliche Kundgebung gegen II :20 Uhr ihren Auftakt. Unabhangig vom Demonstrationszug, der be- 32 Dieter Rueht reits am Platz angelangt ist, hat sich die Mehrzahl der Anwesenden direkt, einzeln oder in Kleingruppen, zum art der Versammlung begeben. Die weitHiufige Flache vor der Rathausfront ist naeh hinten hin, zur Karl-LiebkneehtStraBe, ganz offen, wahrend die beiden Seiten jeweils dureh eine Reihe von Standen abgegrenzt, aber nieht hermetiseh abgesehlossen werden.

Heidi locket vom DGB-Regionalbliro auf der Blihne. " 51 nicht nur darin, dass sein Unterhaltungswert immer weniger attraktiv erscheint, sondern dass die Veranstaltung nur noch ein relativ kleines und zunehmend iiberaltertes Stammpublikum anzieht. Davon sind am ehesten noch einige Immigrantengruppen auszunehmen, die - aus ihrer Sieht - brennende politische Themen vortragen, aber wenig Resonanz finden. Harmlosigkeit, Beliebigkeit und relative Gleichgiiltigkeit kennzeichnen insgesamt das Geschehen.

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